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Wer ist Gaya, ganz ohne Namen, Titel und Beruf?

 

Wer bist Du? Eine unendlich tiefe Frage...

 

Wie soll ich darauf antworten? In Vorstellungssituationen antworten darauf viele mit ihren Namen, Berufen, Titeln und vielleicht mit ihrem Alter. Diese Informationen, Namen, Titel und Beruf sind in unserer Gesellschaft ganz wichtig, weil sie scheinbar Halt und Orientierung geben, aber uns oft in Schubladen und Abtrennungen bringen. Sie sagen nichts über die Persönlichkeit aus, eine wirkliche Identifikation mit dem wahrhaftigen Inneren ist nicht möglich. So wurde uns der Geburtsname ungefragt gegeben. Bei der Berufswahl sind die meisten familiären Mustern verhaftet. Hast Du Deinen Beruf wirklich frei gewählt oder aufgrund eigenetischer Prägungen, Geschichten und Erwartungen? Titel, Karrieren und Berufe sind zwar Teil unserer Matrix, aber letztlich Äußerlichkeiten, sie erzeugen Bilder und Geschichten, die aber mit der vermuteten Realität und bestimmten Qualitäten nichts zu tun haben. Beispielsweise kommst Du von einem Arztbesuch schockiert zurück und fragst Dich: nach welchen Kriterien erfüllt dieser Mediziner seinen ärztlichen Eid, den er einst geschworen hat? Studierte Ingenieure entwickelten ‚die Bombe’, Offiziere militärischer Organisationen, Anzugträger in Politik und Wirtschaft - wie viele Menschenleben setzen sie aufs Spiel? Anzüge, Kittel oder Uniformen (ver-)kleiden nicht nur, sie verstecken auch etwas, sind Ausdruck von gespielten Rollen, Masken, Manipulationen, Unwahrheiten im Alltag. Also: Geburtsnamen,Titel, Berufe und weiter noch - Nationalitäten, Hierarchie- und Religionszugehörigkeiten, Alter, Geschlecht usw. sagen nichts darüber aus, wer ich wirklich bin, wie ich bin, wie ich fühle und agiere. 

Inwieweit kann man die Frage ‚Wer bin ich’ überhaupt nur mit dem Verstand beantworten? Wie erzeugen wir ein Eigenbild und unsere Selbstwahrnehmung? Nach Eckhart Tolle nimmt der Verstand (der Geist) die Wirklichkeit nicht als das wahr, was sie ist, sondern verzerrt durch Konzepte, Interpretationen, Etiketten, Urteile und Meinungen. Durch das Verharren in der Vergangenheit (Erinnerungen, Bedauern) oder Zukunft (Sorgen, Pläne) übergeht er das Hier und Jetzt - die einzige wirkliche Realität. Die Wirklichkeit wird daher viel zu feindselig und negativ empfunden, weil dem Jetzt, dem gegenwärtigen Augenblick ausgewichen wird und er bewertet wird. Dafür sorgt der ständige plappernde Verstand. 60000 Gedanken prasseln täglich auf Dich ein, die meisten davon sind nutzlos und negativ. So konstruiert der Verstand auch eine falsche Identität, das Ego. Nur in Momenten von Gefahr oder intensiver Präsenz hört der Verstand auf, Geschichten zu spinnen, und man nimmt die Realität direkt wahr. Um die Wirklichkeit unverzerrt wahrzunehmen, soll man sich vom Verstand lösen und gegenwärtig werden, d.h. die Identifikation mit den eigenen Gedanken aufheben. 

 

Nun definieren wir uns auch über die Vergangenheit, über Erinnerungen, Dinge, die wir uns angeeignet haben. Doch wie es mit unserem GedächtnisJeder denkt: ‚Meine Erinnerungen gehören nur mir, die nimmt mir keiner weg.‘ Aber: Dein eigenes Gehirn nimmt Dir deine Erinnerungen! Erinnern ist ein äußerst ‚kreativer‘ Prozess, den unzählige Faktoren beeinflussen. Unser Gehirn ist eben kein Computer, unser Auge kein Kamerafoto oder ein Dokumentarfilm, der die Vergangenheit 1:1 abbildet. Unaufhörlich ändert sich unser Bild der Vergangenheit, man ändert sich und erstellt neue Versionen seiner Erinnerungen. Die Erinnerungen sind im Gehirn weit verzweigt abgespeichert, Informationen über Geruch sind hier, Farb-, Ort- oder Temperaturdaten dort abgelegt. 86 Mrd. Nervenzellen verknüpfen fortwährend diese verzweigten Verbindungen neu (Neuroplastizität). Viele Forschungen zeigen, wie manipulierbar und unzuverlässig Erinnerungen sind. Wirst Du zu einer gemütlichen Tasse Tee eingeladen und erzählst vom letzten Strandurlaub, so verknüpfen das Gedächtnis und dein Körper fortan den Urlaub mit der schönen Erinnerung an diesen Tee. Jedes Mal bei einer neuen Erinnerung wird das Verbindungsmuster neu geknüpft. Ein gefälschtes Foto aus Deiner Kindheit kann Dir eine Erinnerung an eine Situation suggerieren, die Du niemals hattest. Ein Experiment weist nach, wie die Fantasie nie erlebte Situationen auf gefälschten Fotos zu einer ‚wahren‘ Erinnerung macht. Zeugenaussagen sind oft keine Beweise, sondern ungewollte Falschaussagen, weil sich z.B. Phantombilder scheinbar wahrer einprägen als der tatsächliche Täter oder weil manipulative Fragestellungen das Gedächtnis beeinflussen. Plausible Erzählungen von Verwandten über Deine Kindheit werden zu erlebten Wahrheiten umgedichtet. Frage Dich weiter: Ist Dein Gedächtnis manchmal ein Sieb? Hängt es von der Tagesform oder Stimmung ab? Hast Du in einer Testsituation schon einmal sicher geglaubtes Wissen vergessen? Wie oft verwechselt Du Träume mit der Wirklichkeit? Welche starken Emotionen und Erfahrungen verknüpft man mit dem Erlebnis, in welcher Situation ist man jetzt? Wie verändert Dich ein Doktortitel, eine hierarchische Position oder besondere Lebensmuster, die Dir fälschlicherweise universelle Fähigkeiten suggerieren - doch mit dieser Brille betrachtest Du fortan dein Leben. Oder: Wenn Du erst im Alter von 50 Jahren erfährst, dass Du als einjähriges Kind adoptiert wurdest: wie veränderst Du dann alle Erlebnisse unter diesem Blickwinkel?

 

Max Frisch geht davon aus, dass deine Identität keine feste Tatsache ist, sondern eine Erzählung, eine Konstruktion unseres Lebens. Die eigene Biografie ist weniger eine objektive Wahrheit als ein fiktionales Konstrukt, das durch Erinnerung, Auslassungen und Interpretation entsteht, um dem Leben Sinn zu verleihen. „Jeder Mensch erfindet sich früher oder später eine Geschichte, die er für sein Leben hält.“ Fazit: Trau deinen Erinnerungen, Deinem Gedächtnis und Deinem daraus erzeugten Eigenbild nicht! 

Trau auch nicht Deinem Bild der Wirklichkeit, denn Du betrachtest sie in Abhängigkeit von Deinen Begrenzungen, Mustern, Emotionen und Erwartungen. Jeder Mensch nimmt die Welt unterschiedlich wahr. Wir sehen oft nur Ausschnitte der Realität, sind anfällig für Manipulationen durch uns oder andere. Wir können nur im engen System unserer Sprache denken, erzeugen Dualitäten aus Unsicherheit und Unkenntnis, sind gesteuert durch unsere Familien- und Freundeskreise, durch Social Media Bubbles, Algorithmen der Künstlichen Intelligenz, durch Gene und Epigenetik. In unserem linearen Denken nehmen wir oft nicht die tatsächlichen Dynamiken, Vernetzungen und exponentiellen Entwicklungen der Umwelt wahr. Unser Eigenwahrnehmung unterscheidet sich deutlich von der Fremdwahrnehmung. Resultierender Appell für jeden einzelnen Menschen: Alles hängt mit allem zusammen. Energetisch. Faktisch. Schau über den Tellerrand, denke systemübergreifend. Sei kreativ, mutig, überwinde Grenzen. Wechsele die Perspektiven, versetze Dich in andere Rollen. Spüre in Dich hinein, mit Deep Listening. Stelle Dich immer wieder selbst in Frage. Wir brauchen andere als Reflexion, müssen einander zuhören, zusammenarbeiten, uns verbinden. Wir müssen uns gemeinsam sehend machen!

Wenn wir unserem Gedächtnis und unserem Bild der Wirklichkeit nicht trauen dürfen, wie können wir dann überhaupt die Fragen beantworten: 'Wer bist Du?', 'Wer ist das Ich?' Nach Emanuel Kant sind Raum, Zeit und Selbst Konstrukte des Geistes. Wir brauchen dennoch diese Konstrukte, um zu agieren. Alles muss an einem festen Platz im Raum stattfinden und stets auf ein Selbst bezogen sein. Wir sind keine passiven, nüchternen Beobachter einer fertigen Welt, sondern konstruieren sie ständig. Damit können wir diese Dinge niemals so erkennen, wie sie an sich selbst sind, sondern nur so, wie sie uns durch unsere raumzeitliche Struktur erscheinen. Kant sieht das Ich als einen Kapitän des Lebens, als vernunftbegabtes Wesen, ein aktives, selbstbewusstes Subjekt, das durch moralisches Handeln und den Einsatz seiner Vernunft Freiheit und Würde erlangt. Das Ich gestaltet das SelbstAndere Denker betonen die Dynamik und Veränderbarkeit des Ichs, schreiben dem Ich je nach Situation verschiedene Ausprägungen zu. Nach Jiddu Krishnamurti  ist das Ich eine Illusion, ein Konstrukt aus vergangenen Erfahrungen und Wissen, das niemals statisch ist, sondern sich ständig verändert. Der weise Freiheitsdenker betont, dass man nur dann seine Natur erkennt, wenn man sehr aufmerksam und wertfrei den eigenen Geist beobachtet und die Konditionierungen und Reaktionen in dem Moment erkennt, in dem diese geschehen.

 

Halten wir fest: Wir sehen das Versagen des Verstandes, des Gedächtnisses, ein launenhaftes Ich. Dass Ich ist ständig änderbar, unterliegt den Konditionierungen, Stimmungen, driftet zwischen dem Grübeln über die Vergangenheit und Zukunftsängsten hin und her. Solange dies der Fall ist, kann es auch keine wirkliche innere Freiheit geben (z.B. Entscheidungen zu treffen). Wir sind zutiefst soziale Wesen, eingebunden in unendlich vielen Systemen und Netzwerken. Wir sind auch gefangen in Ängsten, Mustern und Geschichten, auch unserer Vorfahren. Wir müssen uns schon sehr stark dekonditionieren, um wirklich frei zu sein. Als Kinder, schon etwas entfernt vom Ursprungszustand, spürten wir diese Freiheit vielleicht noch in Momenten, waren überrascht und erstaunt, als wir in viele Ersterfahrungen stolperten. Vielleicht sind wir als 'Erwachsene' auch frei in Momenten des völligen Loslassens, in Zuständen der Selbstversenkung, im Flow. Die vorhandenen Unfreiheiten aber schaukeln unser Ich hin und her.

Gibt es noch etwas Stabileres, Grundlegenderes als das Ich, was uns als Menschen charakterisiert?

Sigmund Freud erkannte, dass Erleben und Verhalten überwiegend von unbewussten Prozessen gesteuert wird. Er betonte die große Bedeutung des Unterbewusstseins, Handeln ist demnach nur zu einem kleinen Anteil bewusst bestimmt. Damit widersprach er früheren Überlegungen, nach denen Verhalten nur auf bewusstes Denken und rationales Handeln zurückführen ist. Er unterscheidet in der Psyche bewusste (das Hier und Jetzt, Zahlen, Daten, Gedanken, Gefühle, Wünsche), vorbewusste (leicht abrufbare Erinnerungen, Ängste, Persönlichkeitsmerkmale) und unbewusste Inhalte (Erbanlagen, traumatische Erlebnisse, Triebe). Der größte Teil der Inhalte der Psyche ist dabei im Vorbewussten und im Unbewussten verankert. Hier kommt eine berühmte spätere Assoziation ins Spiel: der größte Teil von Eisbergen liegt unterhalb der Wasseroberfläche. Wir aber betrachten oft nur die Spitze des Eisbergs. Unentdeckte, vorbewusste und unbewusste Inhalte schwimmen unter Wasser. Die modernen Neurowissenschaften bestätigt diese Sichtweise. So zeigen  Forschungen, dass das Gehirn Entscheidungen durch unbewusste Hirnprozesse vorbereitet, bevor sie bewusst wahrgenommen werden und vom Ich bewusst getroffen werden. Dazwischen können mehrere Sekunden vergehen! Das Unterbewusstsein sollte m.E. also besser Königsbewusstsein genannt werden, denn es ist der wahre Motor, der einen Großteil der Handlungen, Gedanken und Emotionen steuert.

C.G. Jung erweiterte das persönlich Unbewusste um das kollektiv Unbewusste. Eine tiefere Schicht der menschlichen Psyche wird nicht durch persönliche Erfahrungen geprägt, sondern vererbt. Er beschreibt ein universelles, allen Menschen gemeinsames "psychisches Erbe“. Das kollektive Unbewusste speichert die Erfahrungen und das Wissen der gesamten Menschheitsgeschichte, es ist ein universeller Speicher. Das liegt nahe an den Einsichten von Jiddu Krishnamurti: „Ich bin psychisch, seelisch die übrige Menschheit. Du bist im seelischen kein Individuum, dein Bewusstsein ist nicht Deines, sondern auch das Bewusstsein der übrigen Menschheit.“ Jung wollte diese Erkenntnisse für Menschen handhabbar machen und strukturierte das kollektive Unbewusste durch angeborene Urbilder und Muster, die Archetypen. Diese Bewohner unserer inneren Welt wirken wie unsichtbare Schablonen, die unser Denken, Fühlen und Handeln formen - oft ohne, dass wir es merken. Da alle Menschen dieses kollektive Fundament teilen, finden sich in völlig unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Mythen, Märchen und Träumen immer wieder dieselben Motive. Aspekte wie z.B. Geburt, Tod, Reifeprozesse, soziale Rollen führen kulturübergreifend zu ähnlichen Verhaltensmustern und Erzählstrukturen. Die Archetypen sind z.B. Held (steht für Mut), Schatten (verdrängte, ungeliebte Seiten), Anima/Animus (weibliches, männliches Prinzip), Selbst (steht für Ganzheit der Persönlichkeit). Indem man sich damit auseinandersetzt, entfaltet man seine Persönlichkeit und findet zu innerer Ganzheit. Die moderne Psychologie hat daraus 12 Archetypen entwickelt, mancherorts werden gar 48 für Coachingprozesse angewandt.

Offensichtlich gilt es also, das Bewusstsein immer weiter zu erforschen! Das geht  auf vielen Wegen - der alltagstauglichste ist Deep Listening! Denn, „der Mensch wird am Du zum Ich“, so Martin Buber (s.a. die Seiten zum Deep Listening). Welchen Weg Du auch wählst: Das Bewusstsein zu erforschen ist ein großartiger Erkenntnis- und Entwicklungsprozess. Dadurch können wir Menschen reflektieren, besser kommunizieren, selbstverantwortlich handeln und transformieren. Mache das Unbewusste bewusst!

Ramana Maharshi, ein Meister der Selbsterforschung und einer der weisesten Menschen aller Zeiten antwortet auf die Frage ‚Wer bin ich?‘: „Nicht der Körper, denn er verfällt; nicht der Geist, denn das Gehirn verfällt mit dem Körper, nicht die Persönlichkeit oder die Gefühle, denn auch diese verschwinden mit dem Tod.“ Um sein wahres Selbst zu erkennen, soll man seinen Gedankenstrom immer und immer wieder mit der Frage stoppen: ‚Wem kommen diese Gedanken?‘ So lässt sich das Ego überwinden und man erkennt sich als reines, zeitloses Bewusstsein. Bevor er diese Weisheiten erkannte und verkündete, lebte er etwa 20 Jahre seines Lebens freiwillig in einsamen Höhlen. 

​Ich oder Selbst sind nicht notwendig für Bewusstsein, das zeigen diese Erkenntnisse und andere transformative Erfahrungen, die den Selbst-Tod im Angesicht des reinen Bewusstseins beschreiben. Die Fragen 'Was ist das Ich?' oder 'Was ist das Selbst?' sind demnach von der Frage 'Wer bin ich?' deutlich zu unterscheiden. Das Ich oder das Selbst ist änderbar, manipulierbar - das reine Bewusstsein nicht (nur durch das Universum). Die Antwort auf die Frage 'Wer bin ich?' ist nicht rein intellektuell zu bewältigen, sondern ist eine Erfahrung, die jenseits des Verstandes liegt. Mit meditativen Prozessen der Selbsterkundung und Selbstversenkung in das Unterbewusstsein kann man sich selbst auf die Spur kommen. Das Unterbewusstsein ist Tor zur Seele, führt zur Beantwortung der Frage: 'Wer bin ich'. Um bewusster mit dem Königsbewusstsein und dem Verstand umzugehen, ist, wie gesagt, Deep Listening ein zentraler Ansatzpunkt.

 

Ist es nicht unglaublich inspirierend und hoffnungsgebend, wenn uns - durch welche Erfahrung auch immer - bewusst wird, dass wir weit mehr als unsere Gedanken, Gefühle und körperlichen Empfindungen, weit mehr als unser Ich oder Selbst sind? Und dass es folglich noch so viel mehr in dieser Welt zu entdecken gibt, jenseits der bisherigen relativen Eindimensionalität unserer Matrix, in der wir leben...?!

 

Als Antwort auf die Frage 'Wer bist Du?' knüpfe ich hier an solche Erkenntnisse respektvoll und vorsichtig nur an: Ich nenne mich bewußt Gaya, weil sich das für mich jetzt und in meiner Lebensausrichtung stimmig anfühlt. Aber ich bin nicht Gaya. Ich bin - wir alle sind am Ende mit unseren Egos völlig unbedeutend: wir sind nichts, vielleicht nur eine winzig kleine Regung des Universums, dessen Bewusstsein tief in uns ruht. Ab und an merken wir dies, oft in Stille, dann dürfen wir dafür sehr dankbar sein. 

 

Wem hören wir jetzt „tief“ zu?

 

Wenn ich mich richtig erinnere... Ok, im Ernst: Ich war schon immer ein Suchender, Lernender, Überzeugungstäter, ein Freiheitsdenker und Visionär, der sich mit den bestehenden Grenzen oder Verhältnissen niemals zufrieden gegeben hat. Das Universum beschenkte mich reich, als es mir die Fähigkeit gab, mich auch musikalisch ausdrücken zu dürfen. Als Komponist fühlte ich seit meiner Kindheit, dass Musik transformiert. Sie kann die Welt verändern, weil sie ein universelle Sprache ist, eine Sprache der Seele, die jeder Mensch versteht. So flossen in den letzten Jahrzehnten viele Lieder aus meiner Feder, die z.B. Mutter Natur und unsere Gesellschaft reflektieren. In den letzten Jahren wurde mir immer klarer, wie wenig wir darüber wissen, welche Rolle Klänge bei der Entstehung des Universums spielten, wie sie auch unsere Natur und Gesundheit beeinflussen, wie sie Körper und Geist harmonisieren. Ich hoffe, dass ich darüber noch viel tiefere Erkenntnisse erlangen kann.

 

Wie die meisten Menschen studierte ich in jungen Jahren nur mit dem Kopf, so wie es unser Bildungssystem in unseren Generationen vorsieht. Rein intellektuell erfasste ich viele Dinge und sammelte Wissen. Doch erst am Ende eines ungeliebten Studiums entdeckte ich, dass man mit dem Herz viel tiefer lernen kann und dass erst dadurch echte innere Bewegungen und Entwicklungen erfolgen: Vor meiner 'Diplomarbeit' in den 1980er Jahren hatte ich durch ein von meinem Professor ausgehändigtes Buch die bis dahin größte Bewusstseinserweiterung neben meiner Musik: 'Neuland des Denkens' von Frederic Vester. Ich schrieb über die Gegensätzlichkeit zwischen Ökologie und Ökonomie vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden ökologischen Katastrophen wie z.B. den Treibhauseffekt. Dabei flossen auch Erkenntnisse der Systemtheorie, Biologie, Bionik und Hirnforschung ein. Ich erkannte, dass ohne menschliche Transformation das Überleben der Menschheit äußerst fraglich ist und entwickelte den Gedanken einer, wie ich sie nannte, evolutionären Revolutionmit der die Spezies Mensch überleben könnte. Stattdessen verursachen wir ein unbeschreibliches Artensterben, sind wahrhaftig nicht Darwins Krone der Schöpfung, sondern ihre Vernichtung. Wir werden darüber als Spezies immer einsamer - und im Unterbewusstsein tieftraurig! Statt uns zu verbinden und in Kontakt zu gehen, zu fühlen, bleiben wir  in Konkurrenz und Distanz, auch mit der Natur. Shakespeare hat dieses Gefühl seinen Hamlet aussprechen lassen: "Ich habe in letzter Zeit all meine Fröhlichkeit verloren. Mein Zustand ist wirklich so elend, dass dieser fabelhafte Bau, die Erde mir vorkommt wie ein unfruchtbares Vorgebirge und eine Ansammlung von fauligen giftigen Gasen...". 

 

Was bedeutet für Dich, wenn Du sagst, ‚Ich bin Lernender‘?

 

In der Rückschau würde ich sagen: Life guides. Das Leben führt Dich, Du lernst mit dem Leben. Auch fühle ich immer wieder: Wenn das Herz nicht dabei ist, gerät vieles schnell in Vergessenheit und kann nicht ins Leben integriert werden. Am deutlichsten wird das sicher jedem von uns, der sich an geliebte Menschen erinnert: viele damit zusammenhängende Ereignisse prägen sich tief ein - lebenslang. Im Laufe der Jahre habe ich mich immer wieder neu erfahren und entdeckt: als Musiker, Wissenschaftler, Bergsteiger, Grenzgänger, Coach, Lehrender, Projektinitiator, liebender Mann und Vater. An Wegkreuzungen habe ich mich immer wieder für meine (manchmal dabei unbewussten) Herzensanliegen entschieden: Liebe, Freiheit, Berge und Musik. Diese Wurzeln und Werte blieben stabil, insofern bin ich immer der gleiche geblieben. Titel (Dr.) und Rollen ('Karriere' - was ist das?) habe ich zwar angeboten bekommen, aber abgelehnt, habe mich selten verstellt und nie verkauft. Manchmal bin ich im Leben spät aufgewacht (z.B. bei meiner ‚Politisierung’) und ich habe mich viel zu lange in eine Hierarchie eingefügt. 

 

Angestossen durch zwei transformierende Aufenthalte in Indien, eine Erkrankung und partnerschaftliche Verbindungen versenkte ich mein Herz in den letzten Jahren immer tiefer in die Philosophie, Neurowissenschaften, Psychologie, Geschichte, Spiritualität, Yoga, Meditation, Gruppenarbeit und alternativ-medizinische Erkenntnisse, bin in fernen Welten gereist und zwischen den Welten gewandert. Ich habe Türen geöffnet, durch die sich neue Türen auftaten. Es kamen immer mehr Synchronizitäten in mein Leben, zentrale Wendepunkte und eine nochmalige Neuorientierung, die mir bewusst machten, dass wir alle Lernende, dass wir auf dem Weg sind und dass uns unser Leben dazu führt -Life guides! In der Erkenntnis, dass mein Körper nur begrenzt haltbar ist, folge ich nun immer mehr meinem Herzen, entdecke Weisheiten der Natur und weiser Menschen, bin dankbar für das, was ich erleben durfte und noch darf. So merke ich immer mehr, wie wenig ich doch weiß - angesichts des gewaltigen Wissens des Universums. In diesem Prozess entdecke ich mein Nichts, gleichzeitig aber meine Verbundenheit zum Göttlichen.

 

 

Synchronizitäten…?

 

Carl Gustav Jung prägte wohl als erster den Begriff: Es beschreibt das gleichzeitige Auftreten von Ereignissen, die scheinbar keine direkte Ursache-Wirkungs-Beziehung haben. Anders ausgedrückt: Es sind Dinge, die gleichzeitig passieren, ohne dass es einen klaren Grund dafür gibt. Beispielsweise denkst Du seit langer Zeit an einen früheren Freund, der Dich kurz danach ‚zufällig‘ anruft. Oder Dir begegnet eine bestimmte Zahl immer wieder im Alltag. Oder: Ein kleines Ökosystem in der Nähe benötigt zum Überleben den biologischen Input einer lange nicht mehr heimischen Tierart, die dann aber plötzlich wie gerufen aus fernen Ländern wieder einwandert und das Überleben des kleinen Ökosystems sichert. Keine mathematische Formel oder herkömmliche Physik können dies erklären - dennoch existieren diese Wahrheiten. Die geschilderten Beispiele für Synchronizitäten stehen in einem unmittelbar zeitlichen Zusammenhang. In meinem Leben gibt es ebenfalls zahlreiche Beispiele, auch solche, die sich erst nach Jahrzehnten wundervoll als Synchronizität herausstellten. 

 

So nenne ich mich seit 40 Jahren Gaya. Wie kam ich darauf? Im Rahmen meines damaligen Studiums beschäftigte ich mich mit ökologischen Fragen und stieß auf die Gaia-Hypothese von James Lovelock: Sie beschreibt die Erde als sich selbst organisierendes System, als ein Lebewesen, als Superorganismus. Die Menschheit - eine temporäre Ansammlung von Biomasse - steht in ihrer Evolution in einem ständigen Austausch mit der Erde. Sollte sich der Mensch aber nicht mehr systemkonform verhalten, also z.B. zentrale ökologische Kipppunkte überschreiten, scheidet er aus dem Superorganismus aus. Bisher ist die Menschheit nur ein kurzer Wimpernschlag der Erdgeschichte… Die Faszination für diese Hypothese, aber auch der Klang des Wortes ‚Gaia‘ inspirierten mich zur eigenen Namensgebung ‚Gaya‘ für den Musikermenschen in mir, ich tauschte nur das ‚i‘ gegen ein ‚y‘. Jahrzehnte später reiste ich erstmals nach Indien und hatte wieder ein starke transformative Erfahrung durch das Erleben dieser völlig anderen, tiefen und weisen Kultur. Ich wurde auch mit der uralten Sanskritsprache und dem wundervollen Klang von Mantren konfrontiert. Ich besuchte den Erleuchtungsort Buddhas, Bodhgaya und fand auch andere Orte mit der Bezeichnung ‚Gaya‘. Weitere Recherchen dazu unternahm ich nicht, bis ich erst 2025 auf eine Übersetzung des Wortes ‚Gaya‘ stieß. Die Bedeutung ist: ‚Lied‘! Als Komponist war ich von dieser Synchronizität völlig überwältigt. Ein wunderbarer Kreis schloss sich. 

 

Ich habe sehr viele Synchronizitäten erlebt. Geht man der spirituellen Bedeutung von Synchronizitäten nach, so zeigen sie Dir, dass das Universum Regie führt! Sie sind eine Bestätigung, dass du auf dem richtigen Weg bist, Deiner Lebensaufgabe nachgehst und ggf. bestimmte Entscheidungen anstehen. Sie erinnern daran, dass es in der Welt keine Zufälle gibt und dass - wie in der Gaia-Hypothese auch thematisiert - alles miteinander verbunden ist. Es gibt nur die „eine Welt“ (Unus mundus). Das Netz der Existenz verbindet uns alle miteinander und verwebt uns zu einer ‚kosmischen Synfonie‘. In diesem schönen Bild ist jedes Ereignis nur eine Note in der Melodie. Synchronizitäten sind verborgene Muster des Universums, Botschaften höherer Intelligenz. Das klingt zu abstrakt? Für mich haben sich diese Botschaften in den letzten Jahren konkret in meinem Leben ausgewirkt!

 

Welche persönliche Bedeutung hat für Dich Spiritualität und Alternativmedizin?

 

Es ist schwer, den Begriff der Spiritualität zu definieren, vollumfänglich in eine Sprache zu setzen, weil sie in den Bereich des z.T. Unsagbaren fällt, wie so viele Dinge im Universum, die wir nur schwer beschreiben oder mit dem menschlichen Verstand erfassen können. Spiritualität hat etwas mit individueller, persönlicher Freiheit und Arbeit im Inneren zu tun, mit der Suche nach Sinn, nach Transzendenz, Gleichheit, Ganzheit. Es geht auch um die Verbindung und Verbundenheit mit etwas Höherem, Gottähnlichem. Gelebte Spiritualität bedeutet Akzeptanz und Integration von Energien und Erkenntnissen jenseits der bestehenden Matrix.

 

Wichtig ist für mich, dass wahrhaftige Spiritualität keine Abgrenzung und keinen speziellen Weg braucht, sie nimmt nur für jeden Menschen und für jede Kultur unterschiedliche Formen an. Damit folge ich also nicht irgendwelchen Gurus oder einem der 300000 Götter, die Menschen aus Machtinstinkt, Unkenntnis und Urängsten in unsere Matrix installiert haben. Sie verfälschen die Wahrheit, erzeugen Trennungen, Angst und forderten im Laufe der Geschichte unzählige Menschenopfer. Da bin ich schon eher ein Pantheist mit einem großen Respekt gegenüber Mutter Natur. Das Göttliche ist in allem Existierenden. Wahrhaftige Spiritualität ist pfadlos, soll wie auch andere Erkenntnisse z.B. der Philosophie, Neurowissenschaften, Psychologie, Ethnologie, Geschichte, Musik usw. Wahrhaftigkeit und Ganzheit bringen, gestalten und interdisziplinär und interkulturell Welten öffnen. Wir brauchen keine Abgrenzungen durch Götter, wir brauchen sie aber auch nicht in Disziplinen. Wir brauchen ein zusammengeführtes Weltwissen, Weltweisheiten. Vielleicht kann Spiritualität die anderen Wissenschaften öffnen und inspirieren. Wir müssen uns gemeinsam sehend machen! Dies eröffnet uns - im wahrsten Sinne des Wortes - ein tiefes, faszinierendes Universum an Möglichkeiten und transformativen Entwicklungen! Ein solcher in der Tat holistischer Ansatz ist unglaublich motivierend, eröffnet viele neue, entscheidend prägende Bewusstseinsveränderungen, die viel Hoffnung geben und als Inspirationsquelle dienen. Orientierung, Wahrheiten und Wahrhaftigkeit - das erfahre ich in diesen Bewegungen, in der Weisheit aktueller und historischer Kulturen, in der Natur, in mir selbst und in unserem Zusammenleben als Menschen, in der Verbundenheit und in der Transzendenz. 

 

Nicht alles, was unter Spiritualität läuft, erfüllt diese Anforderungen. Teile der neueren Spiritualitätswelle sind zwar Ausdruck einer Alternativensuche, doch sind sie häufig rein gewinnorientiert und schaden letztlich in ihrer Oberflächlichkeit dem dringend erforderlichen Wandel. Eine ohnehin schon individualisierte, egozentrierte Gesellschaft wird z.B. unter dem Deckmantel ’heilsamer’ Praktiken Halbgebildeter und geschickt vermarkteter Pseudofluchten letztlich noch weiter zersplittert. Auch hier werden Ängste instrumentalisiert und die Einsamkeit - die größte Seuche des 21. Jahrhunderts - ausgenutzt. Einsame Menschen vergeuden dann ihr Geld und nicht selten Jahre ihres Lebens in unseriösen spirituellen Scheinwelten, hoffen auf Erleuchtung, betäuben sich, hinterfragen sich in endlosen ‚Schatten‘ und Selbstanalyseschleifen. Am Ende sind sie noch einsamer und verunsicherter. Dabei zielt wahrhaftige Spiritualität eher auf Verbindung! Mein Appell: Seid kritisch gegenüber diesen abgrenzenden Systemen einer überkommenen Matrix - seid hingegen positiv offen gegenüber einer wahrhaftigen Spiritualität, gegenüber Euren Mitmenschen, Euren Familien und Partnern! Ihr verpasst sonst das Wichtigste: Euer kurzes Dasein auf Erden leichter, ganzheitlicher, lebendiger, gestaltender zu genießen. Seid eher ohne Abgrenzungen miteinander - sucht eher den Frieden und die Liebe, geht in Verbindung mit Euch und mit Mutter Natur.

 

Die Suche nach dem Ganzen innerhalb der Spiritualität und den genannten Disziplinen erfüllt mich, gibt mir Sinn, macht mich glücklich. Zum persönlichen Glück gehören auch meine Herzensanliegen, die ich oben geschildert habe. Schließlich tritt mit zunehmendem Alter auch der gesundheitliche Aspekt immer mehr in den Vordergrund. Was beeinflusst mein Wohlergehen, meine Gesundheit? Ich hinterfrage das Bestehende und schaue auf mein persönliches Wohlbefinden darin. Die Seiten mit den Themen  'Deep Listening' und 'Holistic Deep Listening' beschreiben, wie abgetrennt wir heute von unseren natürlichen Wurzeln leben. Wir fordern artgerechte Haltung für jeden Affen im Zoo, vergessen aber den Affen in uns. Wenn wir den nicht artgerecht halten, geht es uns schlecht und wir werden krank. Alternativmedizinische Ansätze oder die Weisheit der Naturvölker betrachten auch immer das Umfeld, in dem wir leben. Es wird dann schwierig, Gesundheit überhaupt zu definieren. Wo ist die Grenze zwischen gesund und krank? So kann z.B. eine Depression eine gesunde Reaktion auf ungesunde gesellschaftliche Umstände sein! "Die Normalsten sind die Kränksten, und die Kranken sind die Gesündesten“, so Erich Fromm. Die heutige Normalität ist pathologisch, wer sich daran anpasst wird krank. Man funktioniert wie ein Maschinenmensch, ist nicht mehr wirklich lebendig. Fromm sieht die Ursachen im Kapitalismus, der Profit und Haben über Sein und Menschlichkeit stellt. Die generelle Botschaft für mich daraus lautet:  Gehe von der Individualisierung des Leidens weg, schaue Dir die Gesellschaften an! Ein Beispiel: Da erwiesen ist, dass das Erkrankungsrisiko für Depression bei Armut deutlich erhöht ist, wäre nicht die Gabe eines Antidepressivums die richtige Antwort, sondern die Verringerung von Ungleichverteilung. Das Umfeld kann dafür sorgen, dass eine Krankheit nicht ausbricht. Michel Foucault betont, dass die Entscheidung, was als gesund und krank in einer Gesellschaft gilt, immer auch auf machtpolitischen Aspekten basiert: Wie kann man eine Gesellschaft am besten kontrollieren? Es braucht Instrumente, um zu klassifizieren und disziplinieren. Wer als krank oder unhygienisch definiert wird, wird stigmatisiert und unter Kontrolle gestellt. Am Ende richten sich die Individuen freiwillig nach einer Norm aus, um nicht als abweichend zu gelten. Die Brisanz dieser Betrachtungen zeigte sich z.B. deutlich in der letzten Corona-Pandemie.

 

Spannend ist auch die Frage, inwieweit Gesundheit und Wohlbefinden generationenabhängig sind. Deine Ahnen und Familien geben über Gene und Verhalten Erblasten, Traumata und Wiederholungsmuster weiter. Du wurdest hineingebettet in ein Familiengefühl, das vor Jahrzehnten vielleicht passte, heute aber als unnormal empfunden wird. Denken wir in evolutionären Schritten, so könnte man auch auf die Frage kommen, wie groß das Verlustempfinden von Fromms Maschinenmenschen der Zukunft noch ist, wenn z.B. viele Tierarten und Urwälder nicht mehr existieren. Wie anpassungsfähig wird der Mensch der Zukunft sein? Wie wird die Evolution der Zukunft laufen? Jean-Baptiste de Lamarck stellte bereits vor über 200 Jahren alternativ zum Darwinismus die These auf, dass sich die Lebewesen durch den Gebrauch oder Nichtgebrauch von Organen aktiv an ihre Umwelt anpassen und diese erworbenen Eigenschaften an ihre Nachkommen vererben. Welche menschlichen Eigenschaften werden künftig epigenetisch und über Verhalten weitergegeben?

Bleiben wir im Hier und Jetzt: Wir müssen uns der Systemfrage stellen. In einer immer lebensfeindlicheren Umwelt stößt die Schulmedizin an ihre Grenzen, dies zeigen z.B. die stark angestiegene Zahl von Systemkrankheiten und psychischen Auffälligkeiten, die Erfolglosigkeit pharmazeutischer Behandlungen, die stark ökonomisch geprägten Entscheidungen ärztlicher Eingriffe, das Scheitern von Psychotherapien und Psychopharmaka. Die seit langem bekannten hohen Risiken der gesellschaftlich erlaubten Drogen Alkohol, Zucker und Nikotin werden ohne wesentliche politische Gegenreaktionen verharmlost, hingegen werden die therapeutischen und transformativen Chancen von Alternativmedizin und Pflanzenmedizin  (z.B. Psilocybin) deutlich verkannt oder an den Pranger gestellt. Forschungen zeigen seit langem, wie eng Psyche und Körpergesundheit verbunden sind, wie sehr die Psyche über den oft schmalen Grad zwischen gesund und krank, Leben und Tod entscheiden kann. Drastisch vor Augen wird uns dies z.B. bei ‚Wunderheilungen‘ des Körpers geführt, wenn der Geist den Körper heilt.  Von ‚Wunderheilungen‘ spricht man hier nur deshalb, weil man sich die Genesung mittels der westlichen Naturwissenschaften nicht erklären kann. Schulmedizin und Alternativmedizin - es gibt es kein ‚entweder- oder‘, sondern ein ‚Sowohl als auch‘!

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Wie setzt Du Deep Listening in die Praxis um?

 

Wir brauchen eine menschlichere Zukunft! Die Gestaltung dieser Zukunft beginnt bei uns selbst - der Kerngedanke des Deep Listening. Also auch bei mir. Wenn wir nicht tief zuhören, machen wir etwas kaputt: in der Kommunikation mit Dir selbst,

in der zwischenmenschlichen Kommunikation und in der Kommunikation mit allem, was beseelt ist. Die Evolution gibt uns die zentrale Energie zur Transformation: die empathische Kraft des tiefen Hörens. Es ist Zeit, diese zu nutzen.

Ich bin kein Meister, kein Guru, eher ein Mitteiler, ein Sprecher. Ein Idealist, der diese Gedanken in die Welt tragen möchte. Wie gesagt, wir müssen uns gemeinsam sehend machen. In meinen Deep Listening Circlen möchte ich etwas im kleinen Umfeld bewirken. Schon im Circle entdecken wir immer wieder: Wir sind in unserem Mitgefühl, unserem Leid alle gleich. Wir sind alle eins und wenn wir dies wirklich begreifen, hören die inneren und äußeren Kriege auf (s.a. Deep Listening).

Wie lässt sich Deep Listening auf die Gesellschaft übertragen? Wie können wir die Wirklichkeit ändern? Lies dazu:

„Deep Listening und menschliche Transformation“

 

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